Yahoos Vision von Handy-Internet
Neben einer neuen Version seiner Plattform Go hat der Internet-Konzern Yahoo angekündigt, Go auch für Googles "Android" öffnen zu wollen.
Im Rahmen der CES zeigte Yahoo eine Vorabversion seines Online-Angebots Go [Version 3] für Handys.
Über die Startseite können E-Mails, Fotos von Flickr und Landkarten angezeigt sowie weitere Dienste abgerufen werden. Die Inhaltsübersicht kann mit Snippets - Info-Ausschnitten - vom Nutzer selbst konfiguriert und automatisch auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Dabei beschränkt sich Yahoo nicht auf eigene Informationsdienste, sondern will die Plattform auch für andere Services wie eBay und MySpace öffnen.
Statt wie Google eine eigene Software für Handys zu entwicklen, will sich Yahoo zudem lieber mit dem Suchrivalen zusammentun und seine Anwendungen auch für Googles Handyplattform Android anbieten, erklärte Yahoos Handychef Marco Boerries.
Yahoo wollte nicht sagen, wann dieser Dienst allgemein verfügbar sein soll. Einige Bausteine seien aber schon fertig. "Bald" war die einzige Zeitangabe.
Restaurants für alle Geschmäcker
Laut Yahoo-Chef Jerry Yang soll mit Go vor allem der Anwender bei seiner Kommunikation entlastet werden. Hierfür könne die Software auch die Kommunikationsvorlieben des Nutzers gewichten.
Wie weit die Vernetzung gehen soll, demonstrierte Yang am Beispiel einer Essenseinladung. Die Adresse des Restaurants kam per E-Mail und wurde auf die integrierte Map-Anwendung gezogen. Das Programm zeigte daraufhin das Restaurant samt Bewertung an, aber auch den Autor der Mail mit seinen Vorlieben.
Um ein Restaurant für alle Geschmäcker zu finden, können die Namen der Gäste auf die Karte gezogen werden. Auf der Basis der Essgewohnheiten, die in ihren Profilen gespeichert sind, werden im angezeigten Kartensegment die Lokale bewertet.
(dpa)
