Ein Supercomputer für Bioinformatik
Das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie [IMP] in Wien hat einen neuen Supercomputer für Bioinformatik erhalten - laut IMP der größte für derartige Zwecke in Österreich und einer der größten in Europa.
Der neue Computercluster umfasst 140 Prozessoren der Opteron-Klasse [64bit Verarbeitungsbreite und 2,2 Gigahertz Taktfrequenz], etwa 500 Gigabyte Hauptspeicher und sieben Terabyte Plattenspeicher.
Zusätzlich gibt es spezialisierte, um den Faktor 100 beschleunigte Prozessorensets speziell für Mustervergleiche in Sequenzen. Ein großer Teil der Hardware kommt von Sun Microsystems, die mit dem IMP im Rahmen eines virtuellen "Center of Excellence" für Bioinformatik zusammenarbeitet.
Die Universitäten erhielten aus den heuer zur Verfügung stehenden 180 Mio. Euro an Forschungs-Offensivmittel der Regierung 18 Mio. Euro für Infrastrukturvorhaben im Bereich Wissenschaft und Forschung.
18 Mio. Euro für Forschungs-InfrastrukturAusschließlich für Bioinformatik
Die neue Anlage ist ausschließlich bioinformatischen Anwendungen vorbehalten. Als Beispiele dafür nannte Frank Eisenhaber, Leiter der Bioinformatik-Gruppe am IMP, die Vorauswahl von Genen nach komplexen Kriterien zur späteren experimentellen Analyse, die Vergleiche von ganzen Genomen unterschiedlicher Arten oder die regelmäßig erneuerte Funktionsvorhersage für Tausende bisher nicht charakterisierte Gene.
Unterstützt wurde die Investition von deutlich mehr als einer halben Million Euro in erster Linie durch die Firma Boehringer-Ingelheim, den Hauptsponsor des IMP.
Der neue Supercomputer wird auch den Forschern der benachbarten biologischen Institute der Universität Wien und des Instituts für Molekulare Biotechnologie [IMBA] der Akademie der Wissenschaften zugänglich sein.
