Kritik an Steuer-Identifikationsnummer

Deutschland
05.01.2008

Warnung vor Überwachungsstaat

Der Bund der Steuerzahler sieht Deutschland auf direktem Weg in den Überwachungsstaat. Der Bürger verkomme immer mehr zum gläsernen Steuerzahler, sagte der Verbandspräsident Karl Heinz Däke der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Er wird immer mehr kontrolliert und gegängelt, der Marsch in den Überwachungsstaat ist unaufhaltsam."

Als Beispiel nannte er die Steuer-Identifikationsnummer TIN, die künftig bei der Geburt vergeben und erst 20 Jahre nach dem Tod wieder gelöscht werden soll.

Die von Datenschützern kritisierten TINs sollten nach den Plänen der deutschen Bundesregierung bereits im vergangenen Juli eingeführt werden. Bei der Umsetzung des Projekts kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen.

Gefahr des Missbrauchs

"Dabei scheint es beliebig zu sein, wie viele Daten gespeichert werden und wer auf diese Daten Zugriff hat", kritisierte der Verbandschef.

Das berge die große Gefahr eines Missbrauchs der Daten und einer Einschränkung des Steuergeheimnisses.

(APA | dpa)