Anklage gegen "Spam King" Alan Ralsky

USA
05.01.2008

Ein US-Bundesgericht hat gegen den Aktien-Spammer Alan Ralsky Anklage wegen Aktienbetrugs erhoben.

Neben Ralsky, der von US-Medien auch als "Spam King" tituliert wird, müssen sich auch zehn seiner Mitarbieter vor dem US-Bundesgericht in Detroit wegen des Versands von Spam und Betrugs verantworten, berichtete die US-Tageszeitung "Detroit News".

"Pump and Dump"-Kampagne

In der 41-seitigen Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten vor, durch Spam-Mails in "Pump and Dump"-Kampagnen die Preise chinesischer Aktien manipuliert zu haben.

Dabei haben die Gruppe billige chinesische Aktien gekauft, sie in Massen-Mails beworben und danach zu künstlich überhöhten Preisen wieder verkauft.

Langjährige Ermittlungsarbeit

Allein im Sommer 2005 habe die Gruppe mit dem Aktienbetrug rund drei Millionen Dollar lukriert, hieß es in einem Statement der Staatsanwaltschaft.

Der Anklage seien rund drei Jahre Ermittlungsarbeit vorausgegangen, hieß es weiter.

Ralsky noch auf freiem Fuß

Drei der Anklagten, darunter Ralskys Schwiegersohn, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits verhaftet. Ralsky selbst befindet sich noch auf freiem Fuß.

Er soll sich derzeit in Europa aufhalten. Nach Angaben seines Anwalts will er sich jedoch in den nächsten Tagen den US-Behörden stellen.

Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Spammer bis zu 20 Jahre Haft.

(futurezone | AP)