Österreich rechnet bei CERN-Daten mit

Grid
04.01.2008

Rechenzentrum im Aufbau

Der Aufbau des österreichischen Rechenzentrums für die Auswertungen der Daten des europäischen Teilchenbeschleunigers CERN bei Genf hat begonnen.

Das Zentrum, für das derzeit die Hardware ausgewählt wird, wird einer von zahlreichen Knoten des weltweit verteilten Grids. Wo die Computer in Österreich stehen werden, ist noch nicht geklärt. Abgewickelt werde der Aufbau des Rechenzentrums über das Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [ÖAW], hieß es dazu seitens des Wissenschaftsministeriums.

LHC nimmt Mitte 2008 Betrieb auf

Mitte des Jahres soll der neue Beschleuniger "Large Hadron Collider" [LHC] am CERN in Betrieb gehen. Die Auswertung der anfallenden Daten würde die Kapazitäten jedes einzelnen Computers sprengen.

Daher haben die Forscher am CERN das Grid ins Leben gerufen, einen weltweiten Verbund von Rechnern, der die benötigte Computerleistung bereitstellen soll. Österreich wird einen Knoten übernehmen.

Im LHC sollen pro Sekunde 40 Millionen Zusammenstöße zwischen Teilchen stattfinden. Nachdem die uninteressanten Kollisionen ausgefiltert wurden, bleiben 100 pro Sekunde, die die Wissenschaftler wirklich interessieren und deren Daten gespeichert werden. Pro Kollision fällt ungefähr ein Megabyte an Daten an. Grey rechnet damit, dass pro Jahr zehn Petabyte [eine Million Gigabyte] Kollisionsdaten abgespeichert werden müssen.

1,3 Millionen Euro Volumen

Für das österreichische Rechenzentrum werden nach derzeitiger Planung 700 Computerprozessoren zusammengeschaltet.

Das Projektvolumen für das Vorhaben beträgt laut Daniel Weselka vom Wissenschaftsministerium 1,2 bis 1,3 Millionen Euro.

(APA)