Geheime Armeedaten in der Bibliothek

Schweden
04.01.2008

In einer Stockholmer Leihbücherei ist ein USB-Stick gefunden worden, der Geheimakten der schwedischen Armee enthält.

Darunter befanden sich Dokumente über die NATO-Friedenstruppen in Afghanistan und ein Geheimdienstbericht einer amerikanischen Sicherheitsfirma, die das Attentat auf den Außenminister von Sri Lanka und die versuchte Ermordung des libanesischen Verteidigungsministers analysiert.

Krisengespräche mit der NATO

Die schwedischen Streitkräfte nahmen Ermittlungen auf, die den Vorfall beleuchten sollen, und führten Krisengespräche mit der NATO.

Der Memory-Stick war in einem öffentlichen Computer gesteckt und von dem Finder an die Tageszeitung "Aftonbladet" übergeben worden.

Die Zeitung alarmierte daraufhin die Streitkräfte. Diese sowie auch der schwedische Geheimdienst sind nun dabei zu beurteilen, welche Folgen und Risiken der Vorfall nach sich ziehen könnte.

Großbritannien wurde in den vergangenen Monaten von einer Serie von Datenpannen erschüttert. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr mehr als 30 Millionen Datensätze mit persönlichen Informationen verloren.

(futurezone | APA)