Kalifornien will von Microsoft Geld zurück
Nachdem in den letzten Monaten zahlreiche Sammelklagen in den USA beigelegt wurden, wird der Softwarehersteller Microsoft in Kalifornien mit einer neuen Sammelklage konfrontiert.
Einige Städte und Bezirke, darunter San Francisco und Los Angeles, haben den Hersteller am Freitag verklagt. Sie werfen Microsoft vor, aufgrund seiner Monopolartigen Markt-Position zuviel für seine Software zu verlangen.
Microsoft sei Wettbewerbsfeindlich, räuberisch und verwehre den Kunden, und in diesem Fall den Steuerzahlern, die Innovations-Vorteile, die ein freier Markt liefern sollte, so Anwalt Dennis Herrera für die Stadt San Francisco.
Die Kläger wollen eine Entschädigung für alle Windows-Betriebsysteme und andere MS-Produkte wie Word oder Excel, die nach dem 18. Februar 1995 gekauft wurden.
Kalifornien, Heimat des Silicon Valley mit unzähligen IT-Konzernen, könnte demnächst verstärkt auf Open-Source-Software setzen. Eine Kommission unabhängiger Wirtschaftsexperten riet Gouverneur Arnold Schwarzenegger sich aus Kostengründen vermehrt auf freie Software zu konzentrieren.
Open Source für Kalifornien empfohlen"Großartige Software zu vernünftigen Preisen"
Microsoftsprecherin Stacy Drake verteidigte erwartungsgemäß die Preispolitik ihres Arbeitgebers. Man schätzte die Beziehungen zu den Regierungen und sei dankbar für die Möglichkeit, diesen für einen vernünftigen Preis großartige Software zu liefern.
Microsoft habe sein Geschäft darauf aufgebaut, innovative Software zu niedrigen Preisen zu liefern. Der Hersteller sei der Marktführer in Bezug auf reduzierte Preise bei gleichzeitiger Erhöhung des Werts einer Software, so Drake.
Erst im letzten Monat hat ein Richter in San Francisco Microsoft zu einer Zahlung von 1,1 Milliarden Dollar an kalifornische Kunden verurteilt, die den Softwarehersteller auf unfairen Wettbewerb und die Kartellrechts-Verletzung geklagt hatten.
