Weitere Klagen wegen CD-Kopierschutz
Der Verkauf von kopiergeschützten CDs wird nun auch in Frankreich zum Rechtsstreit. Die französische Wettbewerbs- und Betrugsbehörde hat EMI France und die Handelskette Fnac verklagt, weil der eingesetzte Kopierschutz zum Teil das Abspielen von CDs in Autoradios oder PCs unmöglich macht.
Weiters wird vom Verbraucherschützer-Verband UFC-Que Choisir auch beanstandet, dass der Kopierschutz das Anfertigen einer Privatkopie verhindert, was ein französisches Gesetz von 1985 jedoch ausdrücklich erlaubt.
Fnac und EMI droht eine Strafe von insgesamt 187.000 Euro, wenn die Klage Erfolg hat. In weiterer Folge könnten die Firmen auch gezwungen werden, betroffene CDs vom Markt zu nehmen, was weitaus teurer wäre.
Eingeschränkter Kopierschutz
Mit einer neuen Technologie von SunComm will man nun einen
Kompromiss zwischen Kopierschutz und freier Nutzung gefunden zu
haben. Beim so genannten "Secure Burning"-Verfahren handelt es sich
um einen Kopierschutz, der verhindern soll, dass originale Audio-CDs
mehr als drei mal vervielfältigt werden.
Begrenzter Kopierschutz für Audio-CDsSeparates Verfahren gegen Warner
Die Handelskette Fnac gibt jedoch an, seine Kunden über eventuelle Probleme mit kopiergeschützten CDs hingewiesen und den Betroffenen ihr Geld zurückerstattet zu haben.
UFC-Que Choisir strebt ein separates Verfahren gegen Warner an, weil ein Kunde sich beschwert hatte, dass er seine kopiergeschützten CDs nicht auf einen tragbaren MP3-Player überspielen konnte.
Der Kopierschutz soll die User daran hindern, die gekaufte Musik im Netz zu verbreiten. Laut den Verbraucherschützen könnte der Ärger über die eingeschränkten Abspielmöglichkeiten bei den Kunden jedoch dazu führen, dass sie gar keine CDs mehr kaufen.
