17.08.2004

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Google drängt endgültig an die Börse

Der Börsengang der Suchmaschine Google steht unmittelbar bevor. Google und seine Emissionsbanken haben bei der US-Börsenaufsicht SEC den Start des Börsengangs im Volumen von 3,3 Milliarden Dollar beantragt.

Auf seiner Website zum Börsengang, ipo.google.com, teilte Google mit, dass es bei der SEC angefragt habe, die derzeit laufende IPO-Registrierung am Dienstag um 22.00 Uhr [MESZ] für gültig zu erklären.

Sobald die SEC grünes Licht gebe, würden die Investoren, die Kaufangebote auf der Google-Website für den Börsengang abgegeben hätten, über den ermittelten Ausgabepreis informiert, erklärte Google.

Damit könnte Google bereits am Mittwoch unter dem Kürzel "GOOG" das erste Mal an der NASDAQ gehandelt werden, zwingend ist das allerdings nicht.

Unvorteilhafte Publicity

Wurde ein niedrigeres Angebot abgegeben, könnten Interessenten während "maximal einer Stunde" eine neue Offerte unterbreiten. Tun sie das nicht, bekommen sie keine Aktien zugeteilt.

David Manlow von IPOfinancial.com sagte, dass Google bei zu niedrigen Geboten nicht verpflichtet sei diese anzunehmen. Mehrere Experten hatten den angestrebten Ausgabepreis von Google als überhöht bezeichnet und auf Risiken wie eine wachsende Konkurrenz durch Firmen wie Yahoo oder Microsoft verwiesen.

Googles vielbeachteter Börsengang hat in den letzten Wochen einigen Wirbel mit sich gebracht.

Neben der eher unüblichen Online-Platzierung, an der auch US-Privatleute teilnehmen können, häuften sich in den letzten Wochen die unangenehmen Meldungen rund um die Online-Suchmaschine.

SEC untersucht Aktienoptionen

So drohte ein Interview mit dem US-Magazin "Playboy" den Börsengang gegen die Schweigepflicht zu verstoßen und faktisch in letzter Sekunde konnte Google mit Konkurrent Yahoo eine Patentfrage, die seine Haupteinnahmequelle bedrohte, klären.

Hinzu kam eine Reihe von Pannen im Vorfeld des Börsengangs. Die Registrierung von Interessenten musste Google zunächst wegen technischer Probleme um eine Woche verschieben.

Dann musste das Unternehmen einräumen, dass es versäumt hatte, bei der SEC 23,2 Millionen Mitarbeiter-Aktien und 5,6 Millionen Aktienoptionen aufzuführen.