Breiteres Farbspektrum für Fernseher
In Zukunft sollen TV-Geräte Farben noch realistischer darstellen können.
Die israelische Firma Genoa hat den bisher üblichen Farben Rot, Grün und Blau [RGB] weitere Farben wie Gelb, Magenta und Cyan hinzugeführt und damit nach eigenen Angaben die sichtbare Farbskala von 55 auf 95 Prozent erweitert.
Mit Farben wie Rot, Grün, Blau sowie Gelb und Cyan seien nun statt den bisher gewohnten 16,7 Millionen Farben mehr als eine Billiarde möglich, so Genoa.
Das Ergebnis der Multi-Primary Color [MPC] Technologie soll neben der besseren Farbwiedergabe, die jener eines Kino-Films weit näher kommen soll, auch eine höhere Helligkeit sein.
Genoa hat einen eigenen Algorithmus entwickelt, der auf einem speziellen Chip läuft und in die Fernsehgeräte eingebaut wird. Der Algorithmus bekommt die Farbwerte von der Quelle, zb. eine DVD, und berechnet die Darstellung anhand der verfügbaren Farben.
GenoaErste Geräte 2005
Die neue Technologie soll demnächst in TV-Geräten des Herstellers Philips Einzug halten, eine entsprechende Kooperation haben die beiden Firmen bereits letztes Jahr vereinbart.
Philips will bei seinen neuen LCoS-Rückprojektions-Fernsehern [Liqid Crystal on Silicon] Genoas Technologie einsetzen. Erste MPC-fähige Chips will Genoa im dritten Quartal ausliefern, die fertigen TV-Geräte sollen 2005 auf den Markt kommen.
Derzeit werden bei LCoS-Fernsehern die unterschiedlichen Farben der TV-Bilder durch Überlappung der drei Grundfarben Rot, Blau und Grün erzeugt, die zuvor aus der Farbe Weiß rausgefiltert wurden.
Die zusätzlichen Farben haben laut Genoa nur geringe Auswirkungen auf den Kaufpreis, da die TV-Geräte nur wenige zusätzliche Bauteile benötigen.
