Asien setzt auf Linux
China, Korea und Japan wollen künftig verstärkt Open Source Software fördern.
Dies wurde auf dem zweiten Northeast Asia Open Source Software Promotion Forum in Sapporo bekräftigt. In einer Versammlung im April 2004 wurde dies zum ersten Mal beschlossen und soll nun der Schritt für Schritt umgesetzt werden.
In China wird Augenmerk auf die Ausbildung von Linux-Spezialisten gelegt. Die Software-Ausbildungszentren werden künftig verpflichtend Linux-Kurse anbieten. Chen Chong, Präsident der chinesischen Software Industry Association, geht davon aus, dass sich der Markt für Linux-Desktopprodukte bis zum Jahr 2008 beinahe verfünfachen soll.
Marktanteil soll steigen
Generell ist der Linux-Desktop-Markt in Asien weit entwickelt,
während am Servermarkt noch einiger Nachholbedarf besteht. In Japan
betrug der Server-Marktanteil im Vorjahr 3,9 Prozent und soll laut
IDC heuer auf zwölf Prozent steigen.
Microsoft bringt "Anfänger-XP" nach AsienFit für nächste Studie
Das japanische Telekomministerium hat im Vorjahr eine Studie über die Sicherheit in Betriebssystemen verfasst und will eine nächste Studie 2005 starten. Japanische Entwickler sollen explizit darauf hinarbeiten, bis dahin Linux noch besser zu machen.
IBM Japan wird 500 PCs mit vorinstalliertem Linux an japanische Schulen verteilen, um deren Tauglichkeit für den Schulbetrieb zu testen.
Image-Korrektur geplant
In Südkorea liegt der Linux-Anteil im Servermarkt bereits bei
9,45 Prozent - 2001 betrug er noch 4,86 Prozent. "Linux ist noch
nicht so oft wie UNIX im Einsatz", so Lee Yong Teh, Vorsitzender des
Korea Open Source Software Promotion Forum. In Korea wäre Linux noch
nicht ausreichend populär, da User es noch für zu wenig zuverlässig
und sicher erachten.
Asien einigt sich auf Linux-FahrplanOpen-Source-Aktivitäten werden vernetzt
Er will durch Forschung und Promotionaktivitäten die Akzeptanz von Linux erhöhen.
Alle drei Länder wollen künftig ihre Open-Source-Aktivitäten vernetzen, um effizienter zu arbeiten. Darüber hinaus soll die Entwicklung von sprachspezifischen chinesischen, japanesischen und koreanischen Versionen vorangetrieben werden.
