Online-Glücksspiel: EU und USA einigen sich
Die USA haben im Streit über Online-Glücksspiele offenbar eine Einigung mit der EU, Japan und Kanada erzielt. Die betroffenen Staaten erhalten als Entschädigung für den Geschäftsausfall "Handelserleichterungen".
Nachdem die USA im Vorjahr ausländische Anbietern vom Gambling-Markt ausgeschlosen hatten, bezifferte die Branche den ihr entstandenen Schaden mit 100 Milliarden Dollar [71 Mrd. Euro].
Seither wurde über eine Kompensation verhandelt, über die man sich nun in Form von Handelserleichterungen einigte - eine Enttäuschung für die Glücksspielanbieter, die gehofft hatten, wieder ins US-Geschäft einsteigen zu können.
2005 hatte die Welthandelsorganisation [WTO] zwar nach einer Beschwerde von Antigua entschieden, dass Pferdesportwetten in den USA nicht nur von heimischen Anbietern angenommen werden dürften.
Anstatt den Markt aber zu öffnen, führte der Kongress noch strengere Regeln ein, indem er es für Banken und Kreditkartenfirmen illegal machte, Zahlungen an Glücksspielanbieter außerhalb der USA weiterzuleiten.
"Kann nicht in Euro aufgerechnet werden"
Die Einigung sieht vor, dass die betroffenen Staaten Handelserleichterungen in den Bereichen Warehousing, technische Testservices, Forschung und Entwicklung sowie Postservices erhalten.
Die EU konnte am Montagabend nicht beziffern, welchen Wert das Abkommen hat. "Diese Kompensation kann nicht in Euro aufgerechnet werde. Sie bietet aber neue Handelsmöglichkeiten für EU-Dienstleister in wichtigen Branchen der USA", hieß es in einem Statement.
(AP | Reuters)
