Deutsche Telekom übertrifft Erwartungen
Die Deutsche Telekom [DT] hat im zweiten Quartal auf Grund eines deutlichen Kundenwachstums in der Mobilfunksparte ihren Konzernumsatz um sechs Prozent auf 14,4 Milliarden Euro gesteigert.
Beim operativen Ergebnis und beim Reingewinn profitierte die DT vor allem von der verbesserten Ertragslage bei der schnell wachsenden Mobilfunktochter in den USA und von Kosteneinsparungen in der Festnetz-Sparte.
Der größte europäische Telekom-Konzern teilte am Donnerstag vor Börsenöffnung in Bonn mit, das um bereinigte Ebitda-Ergebnis habe im zweiten Quartal um vier Prozent auf 4,783 Milliarden Euro zugelegt. Der Konzernüberschuss stieg auf 1,665 Milliarden Euro nach 256 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Erwartungen übertroffen
Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt bei einem
branchenüberdurchschnittlichen Umsatzanstieg auf 14,19 Milliarden
Euro mit einem Ebitda-Zuwachs auf 4,76 Milliarden Euro gerechnet.
Beim Konzernergebnis hatten die Experten ein Plus auf 456 Millionen
Euro erwartet.
DT plant weiteren StellenabbauT-Mobile wächst kräftig
Für das Gesamtjahr 2004 stellte der größte europäische Telekom-Konzern eine Verdoppelung des Überschusses in Aussicht, der die Ausschüttung einer attraktiven Dividende erlauben soll.
Kräftiges Wachstum verspricht sich die Telekom in der zweiten Jahreshälfte vor allem in den USA und auf dem deutschen Breitband-Markt.
Die US-Mobilfunktochter T-Mobile USA erwartet bis zum Jahresende einen Kundenzuwachs auf 17 Millionen Nutzer, bisher waren 16 Millionen Nutzer prognostiziert worden. T-Mobile Deutschland gewann im Quartal 378.000 neue Kunden, T-Mobile erhöhte den Kundenstamm nach Unternehmensangaben um rund 1,1 Millionen Nutzer. Von Analysten waren im Schnitt bei T-Mobile USA nur 792.000 neue Nutzer erwartet worden.
5,6 Mio. DSL-Anschlüsse angestrebt
Die Zahl der schnellen DSL-Breitbandanschlüsse soll in
Deutschland bis Ende Dezember auf "mindestens 5,6 Millionen"
steigen. Bislang hatte die Telekom fünf Millionen DSL-Anschlüsse
angestrebt.
T-Online steigert Umsatz und GewinnDie UMTS-Inbetriebnahme hat die operative Gewinnmarge belastet. Die DT teilte mit, "laufende Kosten für den Aufbau und Betrieb des UMTS-Netzes in Europa, dem bisher keine nennenswerten Umsätze entgegen stehen, beeinflussen die Ebitda-Marge negativ." Trotz dieser Belastungen sei für das Gesamtjahr jedoch mit einer Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [Ebitda] zum Vorjahr zu rechnen.
