"Blaster"-Nachahmer bekennt sich schuldig
Der 19-jährigen Jeffrey Lee Parson, dem vorgeworfen wurde, den ursprünglichen "Blaster"-Wurm in die so genannte Variante B modifiziert zu haben, hat sich nun vor Gericht schuldig bekannt.
Ihm droht nun eine Haftstrafe zwischen 18 Monaten und drei Jahren. Auch Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe könnten auf Parson zukommen, so die stellvertretende Staatsanwältin Annette Hayes.
Bei seiner Verhaftung im vergangenen August plädierte der Beschuldigte noch auf "nicht schuldig", erklärte aber nun: "Ich habe den Original-Blaster-Wurm heruntergeladen, modifiziert und dann wieder im Internet freigelassen."
DoS-Attacke gegen Microsoft-Website
Verschiedene Versionen des Blaster-Wurms haben unter Ausnutzung
einer Windows-Sicherheitslücke vergangenen Sommer die Netzwerke
weltweit befallen. Parsons Variante initiierte eine DoS-Attacke
gegen die Microsoft-Website und befiel mindestens 48.000 Rechner.
"W32.Blaster"-Nachahmer verhaftetKeinen Rechner mehr angerührt
"Wir begrüßen die Tatsache, dass der Angeklagte nun die Verantwortung für seine Verbrechen übernimmt," so Microsoft-Anwältin Nancy Anderson.
Parsons Verteidigung argumentiert ihr Klient sei zum Zeitunkt der Tat noch jung gewesen und habe erst bei der Verhaftung den Ernst der Lage erkannt. Seither habe er aber keinen Computer mehr angerührt, so Verteidigerin Carol Koller.
Gegen eine Kaution in Höhe von 25.000 Dollar wurde Parson zwar aus der Haft entlassen, stand aber seither unter Hausarrest, den er nur unter Aufsicht oder zum Arbeiten verlassen durfte.
Das Urteil soll am 2. November fallen.
