Wirtschaftsprüfer belastet Siemens
Konzern habe Finanzprüfung gestoppt
Der Siemens-Konzern soll die Arbeit der Wirtschaftsprüfer im eigenen Haus vor der Aufdeckung der Schmiergeldaffäre erschwert haben.
Ein Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG habe als Zeuge bei der Münchner Staatsanwaltschaft ausgesagt, Siemens habe im April 2006 eine konzerninterne Finanzprüfung gestoppt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung".
Außerdem habe Siemens Nachforschungen der KPMG abwürgen wollen, so der Verdacht des Zeugen. Ein Siemens-Sprecher wollte sich am Sonntag in München nicht dazu äußern und verwies auf die laufenden Ermittlungen und Untersuchungen.
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von dubiosen Zahlungen bei einer Schweizer Siemens-Tochter, über die zwischen 2002 und Anfang 2006 fragwürdige Zahlungen in Höhe von 43,5 Millionen Schweizer Franken [26,1 Mio. Euro] geflossen seien.
(APA | dpa)
