EBay will Gebührenstruktur ändern
Reaktion auf "sinkendes Wachstum"
Die Online-Auktionsplattform eBay will in Deutschland seine Gebührenstruktur ändern. "Wir werden das voraussichtlich im nächsten Jahr tun", sagte ein Sprecher am Sonntag in Berlin. Damit bestätigte er einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".
Darin wurden als Gründe "schwache Zahlen" und die Empörung von Kunden genannt. "Wir justieren in jedem Jahr unser Preismodell", erklärte dagegen der Sprecher. Die geplanten Änderungen seien kein einmaliger Vorgang.
Sinkende Kundenzahlen kolportiert
Dem "Focus"-Bericht zufolge sinkt die Zahl der Besucher und Neukunden. Das bestätigte der Sprecher nicht, räumte aber ein, dass das Wachstum von eBay zurückgehe. Einzelheiten nannte er nicht. Auch wies er die Darstellung zurück, dass unter den international knapp 248 Millionen Mitgliedern zwei Drittel Karteileichen seien.
Jeden Monat würden in Deutschland 18 bis 19 Millionen Menschen erreicht. Laut "Focus" haben von Oktober 2006 bis September 2007 weltweit 53 000 Händler ihre eBay-Shops wegen zu hoher Gebühren aufgegeben. Auch das bestätigte der Sprecher nicht.
Vor kurzem haben deutsche Konsumentenschützer 80 Unternehmen unter die Lupe genommen, die ihre Geschäfte über eBay abwickeln. Dabei wurden viele Mängel festgestellt. Offenbar wurden Konsumentenrechte verschwiegen und falsche Angaben gemacht.
(dpa)
