05.08.2004

SKINPLEX

Datenübertragung geht unter die Haut

Das deutsche Start-up Ident Technology hat eine neue Möglichkeit zur Kurzstrecken-Datenübertragung entwickelt. Das berichtet die "EETimes Germany".

"Skinplex", die mögliche Alternative zu RFID und Bluetooth, nutzt dabei die menschliche Haut als Übertragungsmedium.

In der Praxis muss der Skinplex-Nutzer einen Signalgeber am Körper tragen, etwa in Form eines Armbands oder einer Brille, dieser übergibt codierte Signale an den Empfänger, der etwa in einem Werkzeug oder auch im Auto integriert ist.

Berührt nun der Benutzer das Auto, wird das Signal über die Haut übertragen und das Schloss öffnet sich.

Bedienung nur bei Berechtigung

Eine Berührung ist aber nicht zwingend notwendig, das System arbeitet bis zu einer Entfernung von 50 Zentimetern. Schon die Annäherung genügt also, um die Datenverbindung herzustellen.

Anwendungsmöglichkeiten für ihre Technik sehen die Entwickler von Ident Technology viele.

Vom Einsatz in Häusern und Autos, zum Öffnen der Tür, und in Handys und anderen elektronischen Geräten als Diebstahlschutz bis hin zum medizinischen Bereich ist laut den Herstellern alles denkbar.

Auch zur Erhöhung der Sicherheit bzw. als Kindersicherung beim Einsatz von Werkzeug wie etwa Gartengeräten kann Skinplex zum Einsatz kommen.

So könnte etwa das Einschalten des Gerätes erst dann erfolgen, wenn der Bediener die mit einem Codegeber bestückte Schutzausrüstung trägt.

Auch Microsoft mit gleichem Ansatz

Auch Microsoft hat vor kurzem ein Patent angemeldet, das die menschliche Haut als Medium zur Datenübertragung nutzt.

Damit könnten elektronische Geräte - wie etwa Mobiltelefon, Pager und MP3-Player - künftig durch den Körper vernetzt und steuerbar werden.

Als Bedienungskonsole könnte dann zum Beispiel der eigene Unterarm dienen.