Tauschbörsen bringen Industrie Umsatz
Bekanntlich macht die Film- und Musikindustrie Downloads aus Tauschbörsen für Verluste in Milliardenhöhe aus entgangenen Geschäften verantwortlich.
Doch dabei wird der, wie von den P2P-Betreibern gerne hervorgehobene, mögliche Nutzen für Konsument und Industrie außer Acht gelassen: Der User kann sich Filme oder Musik zuhause anschauen und, wenn ihm das Gesehene gefällt, anschließend im Geschäft kaufen.
Zwar sind aktuelle Angebote in P2P-Netzen meist derart gestaltet, dass für eine weitere Konsumation ein Kauf im Anschluss nicht notwendig ist, aber dennoch scheinen einige User die "Preview-Funktion" für sich in Anspruch zu nehmen, wie "The File Sharing Experiment" zeigen will.
The File Sharing Experiment ist der Versuch, klarzustellen, wie viele User sich nach dem Download eines Filmes, einer CD oder Software diese anschließend im Geschäft gekauft haben.
The File Sharing ExperimentBeweis für Nutzen
Ziel des Projektes ist laut Betreiber, den [wenn vorhanden] Beweis dafür zu erbringen, dass die Industrie auch einen Nutzen aus Filesharing zieht. Bis dato wies die Industrie eine solche Möglichkeit immer weit von sich.
Zwar sind die Daten wohl kaum repräsentativ und auch nicht alle User werden einen möglichen Gesetzesbruch online zugeben wollen, aber immerhin wurde Sonntagmittag bereits eine Summe von 224.804,90 Dollar als "Gewinn" für die Industrie ausgewiesen.
Ein Blick in die bisherigen Einträge zeigt, dass die User die Preview-Funktion sehr wohl für sich nutzen. So wird neben der Unterstützung für den Künstler auch angeführt, dass CD-Booklets oder gedruckte Handbücher bei Software mit ein Grund für einen anschließenden Kauf waren.
