Was Online-Glücksspiel dem Staat einbringt

millionen
07.12.2007

Finanzministerium beantwortet Anfrage

Die Republik Österreich erhält jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag aus der Besteuerung konzessionierter Internet-Glücksspiele.

Im Jahr 2006 flossen aus diesem Titel 13,6 Mio. Euro an die Republik, im Jahr davor waren es 10,4 Mio. Euro. Die Steuereinnahmen aus diesem Bereich haben sich seit 2004 mehr als verdoppelt, geht aus der aktuellen Beantwortung einer Anfrage der FPÖ-Fraktion durch Finanzminister Wilhelm Molterer [ÖVP]hervor. 2004 erhielt der Finanzminister 6,4 Mio. Euro von konzessionierten Internet-Glücksspielen.

Ähnlicher Betrag für Sportwetten

Das Steueraufkommen in diesem Bereich setzt sich aus 24 Prozent Konzessionsabgabe und 16 Prozent Wettgebühr zusammen. Zusätzlich erhält der Bund auch Gebühren aus dem Abschluss und der Vermittlung von Sportwetten. Konkret sind das zwei Prozent des Wettpreises. Für 2005 betrug dieser Wert rund 14 Mio. Euro.

Casinos und Lotterien: 502 Mio. Euro

Casinos Austria und Lotterien lieferten im Jahr 2006 gemeinsam 502 Mio. Euro an den Fiskus ab - davon entfallen rund 376 Mio. Euro auf die Lotterien.

Keine Änderungen geplant

Österreich halte aus Gründen des Spielerschutzes am bestehenden Konzessionssystem fest, teilte das Finanzministerium in der Anfragebeantwortung mit.

Damit seien keine grundlegenden Änderungen in der bestehenden Glücksspielbesteuerung geplant. Das österreichische Glücksspielmonopol sei aufgrund aktueller Entwicklungen "dem Grund nach nicht in Frage gestellt".

(APA)