Intel sieht IT-Nachholbedarf bei KMUs
Der Computerchip-Hersteller Intel sieht in Österreich noch einen hohen Investitionsbedarf bei mittelständischen Unternehmen.
Nach dem starken Investitionsschub vor der Jahrtausendwende gebe es in den Betrieben einen hohen Nachrüstbedarf in moderne IT-Infrastruktur, so der für Österreich zuständige Geschäftsleiter von Intel Deutschland, Hannes Schwaderer.
Bereits im abgelaufenen Quartal habe sich der Investitionsstau begonnen aufzulösen, so Schwaderer, der sich mit dem Geschäftsverlauf in Österreich "sehr zufrieden" zeigte.
Zu den Stärken von Intel zähle in Österreich der mobile Bereich, während Intel im Serverbereich - vor allem im Highend-Bereich - noch wachsen könne. Deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum habe es beim CPU-Absatz gegeben. Auch der Verkauf von Motherboards wurde im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt.
Positive Geschäftseinflüsse erwartet Schwaderer im dritten Quartal durch erste Produkte für den Bereich Digital Home, der digitalen Vernetzung im Bereich der Heimunterhaltung. Erste Geräte für Weihnachten dieses Jahres seien schon sehr real und sollen einen neuen Bedarf wecken. Ein Boom werde es aber noch nicht sein.
Intel vereint Notebook- und Desktop-ChipsNotebooks als Wachstumsmarkt
Notebooks sind laut Schwaderer der Bereich, der derzeit in den deutschsprachigen Ländern am stärksten wächst, während sich der Desktop-Computer-Bereich rückläufig entwickle. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 20,5 Prozent nehmen die Käufe von privaten Anwendern stärker zu als bei Geschäftskunden.
Die wichtigsten Produktentwicklungen habe es im mobilen Bereich gegeben, so Schwaderer weiter. Mittlerweile gebe es in Österreich über 1.000 Hotspots, damit sei Österreich gemeinsam mit Großbritannien führend in Europa.
Weltweit sei die Anzahl in den vergangenen 16 Monaten von 2.000 auf über 100.000 Hotspots angestiegen. Gleichzeitig ist im selben Zeitraum die Anzahl der weltweiten Haushalte mit "Access Points" von sechs auf 15 Millionen gestiegen.
