Philips sichert künftig NASA-Tore
Die amerikanische Weltraumbehörde NASA sichert künftig den Zutritt zu ihren Einrichtungen mit einer in der Steiermark entwickelten Smart Card-Systemlösung.
Die so genannte "Mifare Desfire V0.6"-Chiplösung der Philips-Tochter Philips Semiconductors Styria sei derzeit die einzige Lösung, die dem GSC-IS-Standard [Goverment Smart Card-Interoperability Specification] der US-Regierung entspreche, hieß in einer Aussendung von Philips Austria.
Die GSC-IS-kompatible Chiplösung wird in Smart Cards integriert und soll die unmittelbare kontaktlose Erkennung von Mitarbeitern und Auftragnehmern der Weltraumbehörde gewährleisten.
Die Lösung funktioniert auf eine Distanz von zehn Zentimetern und verfügt über einen "nichtflüchtigen", vier Kilobyte großen Speicher.
Andere Regierungsbehörden, wie das US-Innenministerium würden zur Zeit ebenfalls Zutrittskontrollsysteme einrichten, die den GSC-IS-Kompatibilitätsbestimmungen entsprechen. Diese Behörden können dann ihre jeweiligen Zutrittskarten wechselseitig für verschiedene gesicherte Bereiche zulassen, was die zwischenbehördliche Zusammenarbeit weiter erleichtern soll.
Teststart für Smart-Card-Handys100.000 Smart Cards bis 2005
Neben einem Dreifach-DES-Koprozessor und einer flexiblen Speicherstruktur sind unter anderem eine wechselseitige Authentizierungstechnik mit drei Stufen zusammen mit einem echten Zufallszahlengenerator sowie ein Anti-Tear-Mechanismus zur Sicherstellung der Datenintegrität bei kontaktlosen Transaktionen integriert.
In diesem Sommer ist ein Feldversuch im Marshall-Raumfahrtzentrum im US-Bundesstaat Alabama geplant, der bis zu 2.000 Mitarbeiter umfassen wird.
Nach erfolgreichem Abschluss der Probeläufe und der Genehmigung durch das Office of Management and Budget plant die NASA noch vor Ende des Geschäftsjahres 2005 ihre Lieferanten und Regierungsangestellten mit mehr als 100.000 Smart Cards auszustatten.
