Tour-de-France-Teilnehmer via GPS orten
Die europäische Raumfahrtsbehörde [ESA] hat die Tour de France zum Anlass genommen, das satellitengestützte Navigations-Korrektursystem EGNOS zu testen.
EGNOS ist seit diesem Sommer im vorläufigen Betrieb und korrigiert derzeit vorhandene GPS-Daten, später einmal die Daten des europäischen Navigationsnetzwerkes Galileo.
Zehn Fahrer wurden mit Receivern ausgestattet, die ihrerseits ständig die aktuelle Position ermittelten. Künftig sollen alle Fahrer mit den Empfängern ausgestattet und die aktuellen Positionsdaten auf einer Landkarte aktuell im Netz oder im TV gezeigt werden.
Zehn Fahrer als Testobjekte
Am 21. Juli wurden die zehn ausgewählten Fahrer, darunter Lance
Armstrong, bei ihrem Aufstieg auf die l'Alpe d'Huez digital
verfolgt.
Die Aussendung der ESADer Test ist erfolgreich verlaufen, wie die ESA mitteilt. EGNOS und auch die korrespondierenden Korrektursysteme in den USA und Japan sind vor allem für den Einsatz in der zivilen Luftfahrt gedacht, wo derzeit teure Systeme für Landeanflüge bei schlechten Sichtverhältnissen eingesetzt werden müssen. Künftig wird jedoch auch der Privatanwender davon profitieren. EGNOS ist seit kurzem im Testbetrieb und wird ca. Ende 2005 nur für nicht-kritische Anwendungen [also noch nicht für Luftfahrt] zugelassen sein.
Für die Errechnung der Korrekturfaktoren gibt es weltweit eine Reihe von fixen Basisstationen, deren Antennenpositionen auf Zentimeter genau bekannt sind. Die Abweichungen in der Ionosphäre, die die Ungenauigkeit des GPS- [und später Galileo-] Empfanges verursachen, werden so gemessen und die Korrekturdaten weiter vermittelt.
