50 Jahre Mond-Amateurfunk
Dieser Tage werden es 50 Jahre, dass jemand erstmals den Mond als Reflektor für Funkwellen eingesetzt hat.
Ebenso, wie wir den Mond sehen können, wenn er Sonnenlicht reflektiert, taugt er auch zum Anfunken und Weiterleiten von Radiowellen. Dies erlaubte dem Pentagon in den Fünziger und Sechziger Jahren, mit US-Truppen rund um die Welt in Kontakt zu treten.
Am 24. Juli 1954 wurde die erste Sprachmeldung vom Mond zurückgeworfen - genauer gesagt die Stimme von James Trexler, einem Navy-Ingenieur und Entwickler der "Operation Moon Bounce".
Ionosphäre als unzuverlässiger Reflektor
Bis dahin verließ sich die Navy auf die Ionosphäre, die sich in
großer Höhe rund um die Erde spannt und Funkwellen reflektiert. Doch
bei Sonnenstürmen wurde die Kommunikation stark gestört.
"Moon Bounce" heuteBereits in den Jahren zuvor gelang es der Navy, Radarsignale vom Mond reflektieren zu lassen. Überraschenderweise waren die zurückgeworfenen Signale weitaus stärker als erwartet - damals keimte erstmals Hoffnung auf, den Mond als Relaisstation zu verwenden.
Nach 1954 entwickelte die Navy ein komplettes Netzwerk mit dem Mond als Relaisstation für Sprachübertragung, Teletype-Nachrichten und sogar Bildern.
Erst mit dem Aufkommen von Satelliten verlor der Mond an Bedeutung. Mittlerweile wird er vor allem von Amateurfunkern benutzt, die das System des "Moon Bouncings" nacherleben wollen.
