Mittels Fingerschnipsen fernbedienen
Der Traum einer Fernbedienung, die alle elektronischen Geräte im Haushalt steuert und niemals verlegt werden kann, könnte schon bald in Erfüllung gehen.
Der japanische Telekomkonzern NTT DoCoMo arbeitet derzeit an einer Handgelenks-Fernbedienung, die mittels Fingertippen gesteuert wird.
So könnten etwa die Funktionen von Fernseher, DVD-Player oder auch des Lichts mittels rhythmischer Klopfzeichen auf der Haut kontrolliert werden.
Ähnlich dem Morse-Code
Die "UbiButton"-Fernbedienung wird wie eine Armbanduhr getragen, ein Chip auf der Rückseite des Steuergeräts ist in Kontakt mit der Haut des Trägers.
Tippt der Benutzer etwa zwei Finger aufeinander, erfasst der Sensor die dadurch entstandenen Erschütterungen und führt die vorher festgelegte ewünschte Aktion, wie etwa das Einschalten des Lichts, durch.
Für jede Aktion aller möglichen Geräte können Bewegungsmuster ähnlich dem Morse-Code festgelegt werden.
Die Fernbedienung reagiert nicht auf die Intensität einer Bewegung, sondern nur auf die mechanischen Schwingungen selbst.
Marktstart völlig offen
Die UbiChips können auch in Geräte von Drittherstellern
integriert werden. Ob und wann ein Marktstart geplant ist, ist nicht
bekannt.
Fulltime-wear Interface Technology [pdf]Telefonieren mit dem Finger im Ohr
Der neue Fernbedienungsansatz wurde von derselben Gruppe bei NTT DoCoMo entwickelt, die bereits das erste Telefon mit "FingerWhisper"-Technologie vorgestellt haben.
Das Handy kommt ganz ohne Hörer, Tastatur oder Tasten aus - telefoniert wird mit dem Zeigefinger.
Das eigentliche Gerät wird am Handgelenk getragen. Es überträgt die Stimme des Anrufers als mechanische Schwingungen auf das Gewebe und die Handknochen des Angerufenen.
Dort wandern sie bis zur Fingerspitze, die im Ohr dann die Signale an das Innenohr weiterleitet. Das Mikrofon sitzt im Armband.
Bei einem Anruf vibriert das Gerät, die Anrufannahme bzw. das Beenden erfolgt über das Zusammenführen von Daumen und Zeigefinger. Gewählt wird über Spracherkennung.
Telefonieren über den Schädelknochen
