Panik vor nigerianischen "Todesanrufen"
Im hochgradig abergläubischen Nigeria macht derzeit ein Hoax die Runde, das Handy-Besitzer veranlasst, bei jedem Klingeln erst nervös zu überprüfen von wem der eingehende Anruf kommt.
Denn das Gerücht, das sich derzeit rasant in Lagos verbreitet, besagt, wer einen Anruf einer "Killer Nummer" annimmt, stirbt augenblicklich. Eine Liste der vermeintlichen Todesnummern kursiert ebenfalls. Dies berichtet die BBC.
Die Telefongesellschaften sind darum bemüht die Öffentlichkeit zu beruhigen und stellen über die Medien klar, dass man durch eine Anrufannahme nicht zu Tode kommen kann.
Doch die Bevölkerung in Nigeria ist zum Großteil sehr abergläubisch und vieles im täglichen Leben wird von Legenden und mystischen Sagen bestimmt.
Doppelt so viele Handys wie Festnetzanschlüsse
Derzeit besitzen etwa 51,8 Millionen Afrikaner ein Handy. Die
Durchdringungsrate beim Mobilfunk liegt bei 6,2 Prozent gegenüber
drei Prozent beim Festnetz.
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Laut dem BBC-Reporter Sola Odunfa ähnelt die aktuelle Horror-Story einem Gerücht, das vor ein paar Jahren in Umlauf gesetzt wurde und besagte, dass vom Händeschütteln die Sexualorgane verschwinden können.
Freilich wurde nie jemand gefunden, dem derartiges wirklich passiert wäre. Doch spielten sich trotzdem teils tragische Szenen ab, bei denen Mobs sich auf den Straßen bildeten und einzelne Personen beschuldigten, Organe verschwinden zu lassen.
