Börse unzufrieden mit Dell

q3/2007
30.11.2007

Langwieriger Konzernumbau

Der US-Computerhersteller Dell hat seinen Gewinn erhöht, die Analysten jedoch unter anderem wegen eines vorsichtigen Ausblicks nicht überzeugen können.

Für das dritte Quartal gab der US-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss einen Nettogewinn von 766 Mio. US-Dollar [520 Mio. Euro] nach 601 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum bekannt. Der Gewinn je Aktie betrug dabei 34 Cent. Der Umsatz lag bei 15,65 Mrd. Dollar nach 14,42 Mrd. Dollar.

Insbesondere habe der Verkauf von Notebooks angezogen, teilte Dell mit. Zudem seien Teile wie Speicherchips billiger geworden. Dabei könnten jedoch der laufende Stellenabbau, Investitionen und Übernahmen die Performance des Konzerns negativ beeinflussen.

Dell-Aktien verloren im nachbörslichen Handel fast sieben Prozent.

Analysten werden ungeduldig

Beim Gewinn je Aktie standen Sonderbelastungen von drei Cent je Aktie Einmaleinnahmen wegen geringerer Steuern von zwei Cent je Aktie gegenüber. Analysten hatten 35 Cent je Aktie erwartet und einen Umsatz von 15,36 Mrd. Dollar.

Analysten sagte, unter Berücksichtigung der Sonderposten entspreche der Gewinn zwar den Vorhersagen. "Da der Konzern aber die Erwartungen jüngst übertroffen hat, könnte man das nun wohl als einen Fehlschlag deuten", sagte Kim Caughey von Fort Pitt Capital Group. Roger Kay von Endpoint Technologies Associates sagte, die Erholung des Konzerns dauere den Experten inzwischen zu lange. "Der Horizont ist außer Sichtweite geraten", sagte er. Das mache die Händler nervös. "Die Wall Street will jetzt Geld sehen."