19.07.2004

TESTBETRIEB

Handy und E-Mail im Flieger

War man bisher wenigstens im Zustand des Befördertwerdens durch eine Flieger vor unablässig telefonierenden Nachbarn sicher, so ist es damit wohl bald vorbei.

Unter den Airlines bahnt sich ein regelrechtes Wettfliegen um die stets arg kommunikationsbedürftigen Vielflieger, also um die Geschäftskunden an.

Der US-Kommunikations-Konzern Qualcomm hat ein für Einsatz im Flugzeug getestes System, das mit Pico-Zellen operiert, erfolgreich getestet.

Downlink von Globalstar

Während eines Demonstrationsflugs an Bord einer Maschine der American Airlines konnten die Passagiere Anrufe über ihre CDMA-Handys tätigen und entgegennehmen, ebenso funktionierte der SMS-Verkehr.

Zum Einsatz an Bord kam eine so genannte Pico-Zelle, eine kleine Basisstation mit relativ geringer Abdeckung, wie sie bereits jetzt in U-Bahnen oder großen Gebäuden zu sehen sind.

Verbunden war man während des Probeflugs mit einer Bodenstation von Globalstar, die den Downlink dann in die konventionellen Telefonienetze einspeiste.

Kostengüstige E-Mail

Sechs Fluglinien bieten in Bälde auf einzelnen Strecken die Internet-Services des Herstellers Tenzing an. Gegen eine Gebühr von 20 Dollar kann man bei Cathay Pacific, Continental, United, U.S. Airways, Emirates und Iberia während des gesamten Flugs E-Mail in beide Richtungen benützen.

Emirates dürfte mit dem geplanten Start im September der erste Anbieter des Services sein. Vollen Internet-Zugang will Tenzing laut eigenen Angaben ab Mitte 2005 anbieten.

Da der Verkehr über bereits bestehende IFE- Systeme [Inflight Entertainment Sysstems] abgewickelt wird, entstehen kaum Hardwarekosten.