Warum wir spielen
In 100 Jahren haben Filmemacher gelernt, ihre Materie annähernd perfekt zu beherrschen. Zumindest so perfekt, dass die Zuschauer bis in ihr Innerstes berührt werden. Genau dieses Tor versuchen nun auch Spieledesigner über die Gefühle der Menschen zu öffnen.
"Außer Freude und Frustration bieten Spiele heutzutage keine große Bandbreite an Gefühlen. Filme hingegen können uns emotional fesseln. Sie bringen uns zum weinen und lachen und im nächsten Moment können wir total angeekelt sein", meint Jonathan Sykes.
Er unterrichtet am Institut für Computer Game Design und Human-Computer Interaction an der Caledonian University in Glasgow und hat das Thema "Gefühle in Spielen" in den Mittelpunkt seiner Forschungen gestellt.
Sykes erforscht vor allem die Wirkung unterschiedlicher Umgebungen in Computerspielen auf den Menschen.
Bringing emotions to videogamesGefühle ohne Geschichte
Ohne narrative Elemente kommen die Spiele aus, die die Wissenschafterin Nicole Lazzaro in Feldtests erforscht. Die Geschäftsführerin der Spieleresearch Firma Xeodesign mit Sitz in Oakland, Californien, hat versucht konkrete Kategorien zu definieren "warum wir spielen" und sie anhand von 4 Schlüsselfaktoren zusammengefasst.
Die einen suchen die Herausforderung, die spielerischen Fähigkeiten möglichst gut zu entwickeln.
Für andere spielt bei der Auswahl der Games die Landschaft, das Umfeld und die Stimmung die Hauptrolle, die die Spieler die Welt um sich vergessen lassen. Als besonders interessant hat sich der sogennante "people factor" erwiesen, wie Nicole Lazzaro berichtet.
"Wir haben herausgefunden, dass viele Leute spielen um mit anderen zusammen zu sein. Unter diesem Gesichtspunkt haben Spiele einen sozialen Mechanismus."
XeodesignIm Ö1-Magazin matrix
Der zweite Beitrag widmet sich dem Thema "Online-Gaming in
China". Freies Unternehmertum in China ist generell nicht leicht.
Und schon gar nicht im Zusammenhang mit neuer Technik. Trotz Zensur,
Kontrolle und Armut ist und bleibt China ein enormer Zukunftsmarkt.
Mariann Unterluggauer sprach mit dem Game-Entwickler Zhan Ye.
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