OCG-Preis für Arbeit am "Semantic Web"

ehrung
27.11.2007

Abfragebeantwortung in ausdrucksstarken Beschreibungslogiken

Die Österreichische Computer-Gesellschaft [OCG] hat am Dienstag in Wien ihren auf 2.000 Euro dotierten Förderpreis verliehen.

Die Auszeichnung für eine hervorragende Diplom- bzw. Magisterarbeit auf dem Gebiet der Informatik, Wirtschaftsinformatik und verwandten Anwendungen ging in diesem Jahr an Maria Magdalena Ortiz de la Fuente von der TU Wien für ihre Arbeit mit dem Titel "Abfragebeantwortung in ausdrucksstarken Beschreibungslogiken".

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der Datenabfrage im "Semantischen Web" maschinenlesbarer Metadaten.

Aus der Mitteilung der Jury:

Im Semantic Web und in vielen anderen Bereichen werden Ontologien verwendet, um die Struktur des Wissens in einem bestimmten Bereich [einer Domäne] zu beschreiben. Sie werden auch in zunehmendem Maße als Mechanismus gesehen, um auf Datenbestände zuzugreifen und diese abzufragen, wobei Wissen über die Domäne, das in einer Ontologie dargestellt ist, herangezogen wird. Das World-Wide-Web Consortium [W3C] hat die /Web Ontology Languages /[OWL, OWL-DL, OWL-Lite] als Standardsprachen für Ontologien im Web festgesetzt.

Nachdem Beschreibungslogiken [Description Logics] die formalen Grundlagen für OWL-DL und OWL-Lite sind, ist die Entwicklung von Algorithmen zur Abfragebeantwortung in Beschreibungslogiken ein wichtiges Forschungsthema geworden. In dieser Arbeit wurde ein Algorithmus für SQL-ähnliche Abfragen in einigen sehr ausdrucksstarken Beschreibungslogiken entwickelt, die sehr eng mit OWL verbunden sind.