Galileo-Generalunternehmer vor dem Aus
Sollte Entwicklung und Tests koordinieren
Das Satellitenkonsortium ESN Industries soll nach einem Bericht des deutschen "Handelsblattes" abgewickelt werden.
"Die Verhandlungen der Anteilseigner sehen eine Auflösung vor", bestätigte ein Sprecher der Zeitung. Eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus, hieß es weiter.
Sitz in Italien und Deutschland
ESN Industries mit 160 Beschäftigten in Rom und Ottobrunn bei München sollte die Test- und Entwicklungsphase des Satelliten-Navigationssystems Galileo koordinieren und später die Funktion des Generalunternehmers für den Galileo-Aufbau übernehmen.
Die Rolle des Generalunternehmers werde nach den Plänen der EU-Kommission zunächst der Europäischen Weltraumagentur [ESA] zufallen, hieß es.
Einigung bei Finanzierung
Erst vor wenigen Tagen hatte die EU nach monatelangem Streit mit einem Finanzkompromiss Galileo aus der Krise geführt - oder zumindest einen ersten Schritt gemacht. Das fehlende Geld soll zum Großteil aus den ungenutzten Agrartöpfen der EU kommen.
(dpa)
