Mehr Personal in T-Mobile-Shops

Engpässe
26.11.2007

Der zweitgrößte österreichische Mobilfunker T-Mobile stockt trotz Jobabbaus das Personal in seinen Shops auf.

In den bestehenden 70 T-Mobile- und tele.ring-Filialen sollen 20 Mitarbeiter dazukommen. Außerdem wird das Unternehmen einige neue Filialen eröffnen, mit jeweils vier bis fünf Mitarbeitern. Grund dafür sind Kapazitätsengpässe an den bestehenden Standorten.

"Wir haben unter dem Erfolg unserer jüngsten Tarifangebots gelitten", sagte T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvatal am Montag. Das habe zu einem hohen Kundenandrang geführt. Nun müsse man "an der Qualität der Kundenberatung arbeiten", so Chvatal.

Kritik von der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft hatte vor zwei Wochen kritisiert, dass es bei T-Mobile zu permanenten Überschreitungen der Arbeitszeitlimits komme und die Belastbarkeitsgrenze der Mitarbeiter bereits in vielen Fällen überschritten sei, und dabei auch bereits konkret Missstände in den T-Mobile-Shops angeprangert.

Auslöser der Proteste waren die Pläne des Managements gewesen, wonach der Personalstand von derzeit 1.650 bis Ende 2008 auf 1.400 Mitarbeiter sinken soll.

Mitte November hatte T-Mobile 131 Mitarbeiter im Rahmen des Frühwarnsystems beim Arbeitsmarktservice [AMS] zur Kündigung angemeldet.

2.000ster Shop in Europa eröffnet

Mit dem vierten Quartal kommen laut Chvatal nun sechs neue Filialen dazu. 2008 soll das Netz dann noch weiter ausgebaut werden. Am Montag eröffnete T-Mobile in der Wiener Rotenturmstraße seinen 2.000sten Shop in Europa.

Durch den gleichzeitigen Abbau in der Verwaltungen sollen ab dem Laufe des nächsten Jahres dann mehr als 50 Prozent der T-Mobile-Mitarbeiter in der Kundenbetreuung arbeiten, so Chvatal.

T-Mobile bestätigte nach mehrmonatigen Spekulationen am Montag einen Partnervertrag mit Apple zum Vertrieb des iPhones in Österreich. Der Verkaufsstart des Smartphones wurde für 2008 angekündigt.

(APA)