Behörden-Computer in Südkorea gehackt
Hacker in China sind nach Geheimdienstangaben für eine Reihe von Attacken auf die Computernetzwerke südkoreanischer Behörden verantwortlich.
Ein Chinese sei ausfindig gemacht worden, der im Verdacht stehe, in die Systeme von zehn Regierungsbehörden eingedrungen zu sein, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch einen Beamten des nationalen Aufklärungsdienstes [NIS] in Seoul.
Hinter dem Chinesen stehe wahrscheinlich eine ganze Gruppe organisierter Computerhacker. Die chinesischen Polizeibehörden seien um die Zusammenarbeit bei den Ermittlungen gebeten worden.
Nordkorea im Visier
Nach südkoreanischen Angaben bildet auch das nordkoreanische
Militär systematisch Hacker für Attacken auf Computernetzwerke in
Südkorea aus.
Nordkorea soll systematisch Hacker ausbilden278 Computer betroffen
Nach Angaben des NIS sind insgesamt 278 Computer in den Behörden, darunter das Atomenergie-Forschungsinstitut und das Institut für Verteidigungsanalyse, mit Viren infiziert, mit deren Hilfe wichtige Informationen gestohlen werden können.
Die Hacker hätten E-Mails auf Koreanisch mit entsprechenden Attachments an ihre Zieladressen geschickt. Auch seien mehr als 120 Passwörter für die E-Mail-Konten des Parlamentspersonals und der Abgeordneten geknackt worden.
