Siemens Österreich schrumpft weiter
Trennung von weiteren Unternehmensteilen
Der Umbau der deutschen Konzernmutter hat weitreichendere Folgen für Siemens Österreich, als bisher bekanntwurde, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner aktuellen Ausgabe.
Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer bestätigte gegenüber dem Magazin die geplanten Ausgliederung des Gebäudemanagement-Clusters, der die Siemens Elin Buildings & Infrastructure [B&I] mit 1.074 Mitarbeitern und 271 Millionen Euro Umsatz sowie die Gebäudemanagement & Services [SGS] mit 418 Mitarbeitern und 106 Millionen Euro Umsatz umfasst.
Software-Sparte unter Druck
Auch die Software-Sparte PSE ist nach Angaben des Magazins stark unter Druck geraten. Sie leidet unter der schlechten Performance ihres Hauptkunden, der in ein Joint Venture mit Nokia eingebrachten Telekomsparte.
Die Entwicklungsleistungen der PSE sollen nun schneller als geplant auf andere Bereiche umgeschichtet werden, schreibt der "trend". Ederer hoffe, das Auftragsloch personalmäßig mit natürlichen Abgängen und unternehmensinternen Lösungen abfedern zu können.
Ausgliederungen kosten Umsatz
Seit dem Vorjahr hat Siemens Österreich bereits ein Viertel seines Umsatzes mit Ausgliederungen und Verkäufen verloren.
In der Bilanz habe sich der Umsatzschwund nur deshalb nicht widergespiegelt, weil die Integration der VA Tech [vier Milliarden Euro Umsatz] die entstandenen Löcher zugedeckt habe, so der "trend".
In den kommenden fünf Jahren will sich Siemens Österreich auf Projekte in den Bereichen Maut, Biometrie und Gesundheitstechnik stützen.
