09.07.2004

ÖSTERREICH

Internet neu ohne Internet-Provider

Mit der erwarteten Kür Helmut Leopolds zum ersten Präsidenten der österreichischen "IPv6 Task Force" wurde ein Telekom-Mann zum Vorsitzenden eines Gremiums gewählt, das die Einführung der nächsten Generation des Internet in Österreich garantieren soll.

Der Task Force gehören neben der Telekom Austria, deren Kerngeschäft im Betrieb von Telefonie-Netzen besteht, zahlreiche große Hardware-Hersteller, aber kein einziger echter Internet-Provider an, wenn man von der Universität Wien absieht.

Der Verband der Internet-Provider [ISPA] war zur Gründungssitzung nicht eingeladen. Eine Anzahl der ISPA-Mitglieder fährt IPv6 bereits seit Jahren im Parallelbetrieb in ihren Netzen.

Am Anfang ein Kolloquium

Im Rahmen des "1. österreichischen IPv6 Kolloquiums" Ende März 2004 hatte sich eine Plattform formiert, der neben der Telekom Austria die Universität Wien, die Regulierungsbehörde RTR, Siemens, HP, Alcatel, Cisco, IBM, Kapsch, Microsoft und Juniper angehören.

Die Teilnahme an der Task Force steht allen natürlichen und juristischen Personen offen.

Die nächsten Schritte bestehen in einer Präsentation der österreichischen IPv6 Strategie im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche Ende August.