08.07.2004

HEIMATSCHUTZ

Microsoft geht auf den Biometriemarkt

In Fachkreisen wie dem "Biometrics Consortium" wurde schon länger darüber gemunkelt, Donnerstagabend wurde es offiziell bekannt: Microsoft geht auf den Markt für Biometrie-Anwendungen.

Saflink, eine der führenden Biometrie-Firmen auf dem amerikanischen Markt, und Microsoft haben eine strategische Partnerschaft geschlossen.

Zusammen biete man eine überzeugende Lösung für jene Programme des Heimatschutz-Ministeriums, die mit Biometrie zu tun haben, sagte Mark Belk, Microsofts "Homeland Security Chief Architect".

Weitere Synergien fänden sich in den Bereichen fälschungssichere ID-Cards und physische Sicherheitskontrollen.

Schnittstelle Open Source

Die Nachricht wurde in Fachkreisen kritisch aufgenommen. Man sei nun gespannt, ob eine der beteiligten Parteien nun ihren Ansatz bestehenden Interface-Standards annähern werde, kommentierte der Moderator des "Biometrics Consortium".

Die generelle "Unreife" der Biometrie-Industrie zeichne sich nirgendwo deutlicher als angesichts des Fehlens einer standardisiereten, effizienten Schnittstelle - Open Source, auf Ebene des Betriebsystems.

Gerade der öffentliche Sektor - die weitaus meisten Biometrie-Aufträge stammen von dort - sollte seine Macht als Hauptabnehmer benützen und auf einem solchen Open-Source-Interface bestehen.

Warum dieser Kritik auf einer Mailing-List erhebliche Bedeutung zuzumessen ist, erklärt sich durch Folgendes: