Grabstein mit Touch-Screen patentiert
Noch dominieren Marmor- und Granitgräber die Friedhöfe, doch die Technik macht auch vor der letzten Ruhestätte nicht halt:
In Österreich hat das Vorarlberger Architektenteam "fuerrot" schon seit dem Vorjahr High-Tech-Grabstätten mit frei programmierbare Anzeigen, transparenten Solarzellen und LED- Lichttechnik im Programm.
In den USA hat ein Erfinder nun einen Grabstein mit Touch-Screen zum Patent angemeldet, der Videobotschaften des Verstorbenen wiedergibt.
Die Solarzellen und eine Blei-Gel-Batterie betreiben ein LCD, das mit wechselnden Gedenk-Texten bespielt werden kann.
fuerrot.atLetzte Worte im Kopfhörer
Geht es nach dem kalifornischen Erfinder Robert Barrows ist in den Grabstein ein Computer mit Festplatte und ein Monitor eingebaut, den Strom soll das elektrische Grabmal aus dem Lichtnetz des Friedhofs beziehen.
Barrows stellt sich vor, dass künftige Käufer ihr Video zusammen mit ihrem Testament beim Anwalt hinterlegen.
Um beim Abspielen dieser nicht die Friedhofsruhe zu stören, ist Barrows Modell mit drahtlosen Kopfhörern ausgestattet.
Hochrüsten der ewigen Ruhestätte
In den USA gibt es bereits die Grab-Version, die Fotosammlungen
des Verstorbenen anzeigen kann. Ein Erfinder in Italien hat 2001
einen Grabstein-Prototyp auf einem kleinen Friedhof in der Nähe von
Piacenza aufgestellt, der Videos über den Verstorbenen zeigt.
Begräbnisse live im Web
