Schweizer Telekom-Markt legt weiter zu
Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind offenbar sehr kommunikationsfreudig.
Der Schweizer Telekommarkt ist der größte in Europa hinter jenen der sechs bevölkerungsreichsten EU-Länder. Dies geht aus dem Jahresbericht 2003 der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom hervor.
In der Mobiltelefonie erreichte die Marktdurchdringung Ende 2003 84 Prozent [Vorjahr: 79 Prozent]. Die Schweiz liegt damit im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Die jährlich Steigerung hat sich allerdings auch bei den Eidgenossen mittlerweile verlangsamt.
Spitzenreiter unter den Mobilfunkanbietern bleibt die ehemals staatliche Telefongesellschaft Swisscom mit 61,8 Prozent. Die Konkurrenten Sunrise und Orange halten bei 20,5 und 17,7 Prozent.
Damit liegt auch die Schweiz hinter dem weltweiten Spitzenreiter Schweden mit einer Marktdurchdringung von 100,1 Prozent.
Mehr Handykunden als EinwohnerADSL überholt Kabelmodems
Wichtigster Wachstumsmotor im Telekommarkt war der Ausbau von schnellen Interentzugängen. Dabei verzeichneten die ADSL- Angebote einen regelrechten Boom.
Nach einem verhaltenen Markteintritt im Jahr 2000 hat ADSL im letzten Jahr nun erstmals den Breitband-Zugang über das Kabelnetz der Cablecom überholt. ADSL erreichte einen Marktanteil von 58,8 Prozent und das Kabelmodem 41,2 Prozent.
Die Gesamtzahl der Breitbandanschlüsse verdoppelte sich innerhalb Jahresfrist auf rund 850 000. Das ist im internationalen Vergleich hinter Schweden die höchste Wachstumsrate und entspricht einer Marktdurchdringung von 11,5 Prozent. Die Schweiz liegt damit weltweit auf Rang acht. Spitzenreiter ist Südkorea mit 25 Prozent.
