Big-Brother-Zirkus auf Tournee
Am 28. Juli starten in den London die sechsten britischen Big-Brother-Awards.
Die am Monatg veröffentlichte Shortlist der aussichtsreichsten Kandidaten in den einzelnen Kategorien der britischen Awards enthält heuer auch Nominees aus dem internationalen Bereich.
Sowohl die EU-Kommission ist für ihren fehlenden Respekt der eigenen Gesetze, namentlich der Datenschutzrichtlinie, nominiert, wie auch jene Beamte, die das viel kritisierte "Safe Harbour Agreement" mit den USA ausgehandelt hatten.
Simon Davies, Organisator und Erfinder der Big-Brother-Awards [BBA], die mittlerweile in einem Dutzend Länder weltweit abgehalten werden, kündigte denn auch eine EU-weite Veranstaltung für das Jahr 2005 an.
Die britischen BBAs 2004Der britische Innenminister...
Die meisten für die Negativpreise der Datenschützer Nominierten stammen aus dem Bereich der "üblichen Verdächtigen", als da sind Beamte verschiedener Ministerien, Politiker, Firmen wie Vodafone, die ausschließlich zensuriertes Kinder-Internet für Erwachsene anbieten oder Banken wie Lloyd's, die einen erstaunlich rüden Umgang mit Kundendaten an den Tag legen.
Da der britische Innenminister von "Ärgster Politiker" bis zur Lebenswerk-Kategorie bereits alles erhalten hat, was möglich war, wurde der Preis in "David Blunkett Lifetime Menace" umbenannt.
...und der aus Österreich
Auch in Österreich, wo die Einreichfrist für die
Big-Brother-Awards 2004 in dieser Woche begonnen hat, ist
Innenminister Strasser nicht zuletzt durch seine Pläne zur
Videoüberwachung ein aussichtssreicher Kandidat. Strasser hatte es
im Jahr 2003 nicht einmal in die österreichische Shortlist geschafft
und war völlig leer ausgegangen, was bei Innenministern und BBAs
weltweit ungewöhnlich ist.
Bigbrotherawards.at/
