05.07.2004

EINGETAUCHT

RFID-Chips "wachsen" in Lösungsbad

Die britische Firma QinetiQ hat einen neuen, umweltfreundlichen Weg gefunden, um Metall für Schaltkreise oder Antennen "wachsen" zu lassen.

Damit können Antennen für kleine Handys oder Funkchips [Radio Frequency Identification - RFID] rasch und kostengünstig hergestellt werden. Vor allem RFID-Chips sind derzeit noch relativ kostenintensiv in der Herstellung.

Dabei wird eine spezielle Tinte auf eine wasserfeste Oberfläche aufgebracht, die dann in eine chemische Lösung eingetaucht wird. Die Tinte zieht die in der Lösung gelösten Metallteile an, die Schaltkreise beginnen zu wachsen.

Das Geheimnis liegt dabei in der Tinte, deren Rezept erwartungsgemäß geheim gehalten wird.

Das "Metalldrucken" ist laut Angaben bis zu 50 Prozent billiger als die konventionelle Methode über ein Säurebad. Zudem fallen keine giftigen oder schwer entsorgbaren Abfallstoffe an.

Die Lösung selbst hält zwischen sechs bis acht Monaten und ist laut QinetiQ nicht giftig. Das bedeutet, dass bei der Produktion keine besonderen Schutzanzüge getragen werden müssen und die Arbeiter ohne Gesundheitsgefährdung im selben Raum bleiben können.