SAP erwägt Verkauf von US-Tochter
Wegen Rechtsstreits mit Oracle
Der deutsche Software-Konzern SAP erwägt einen Verkauf seiner US-Tochter TomorrowNow, gegen die Erzrivale Oracle ein Verfahren wegen Diebstahls geistigen Eigentums angestrengt hat.
SAP prüfe derzeit verschiedene Optionen für die Zukunft des Dienstleisters, teilte der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware am Montag in San Francisco mit. Dazu gehöre auch ein Verkauf.
Manager entlassen
Zudem entließ die deutsche Mutter TomorrowNow-Chef Andrew Nelson und mehrere Mitglieder seines Managementteams. Auf seine Stelle rückt Mark White nach, der im Juli nach Bekanntwerden der Vorwürfe in die Vorstandsetage geholt worden war.
SAP hatte TomorrowNow 2005 mit dem Ziel gekauft, Oracle-Kunden abzuwerben. Der mit Datenbanken groß gewordene Konkurrent hatte sich mit Übernahmen von Unternehmen wie PeopleSoft, Siebel und JD Edwards Schritt für Schritt in die Domäne der Deutschen eingekauft. SAP hat eingeräumt, dass TomorrowNow-Mitarbeiter in einigen Fällen mehr Software von Oracle-Rechnern heruntergeladen haben, als sie durften.
(Reuters)
