US-Militärs wollen keine Cola-Dosen
Die Werbeaktion des Softdrinkherstellers Coca-Cola, ein Mobilfunk/GPS-Gerät als Dose getarnt in 12er-Packs zu verstecken, hat nun Sicherheitsbedenken hervorgerufen.
Coca-Cola hat rund 100 dieser Geräte über das ganze US-Bundesgebiet in Shops verstreut. Findet ein Käufer das Colagerät, wird er per Knopfdruck mit einem Coca-Cola-Mitarbeiter verbunden, der ihm seinen Gewinn, unter anderem ein Auto oder ein Home Entertainment Center, verrät.
Ein zweiter Tastendruck aktiviert die GPS-Ortung, die den Standort des Gewinners eruiert und an Cola übermittelt. Der Gewinn wird dann an diese Adresse geliefert.
Doch zwei Militärbasen in Ohio and Kentucky haben ihr Personal dazu angehalten, die Dosen nicht in die Hochsicherheits-Areale mitzubringen. Handys und GPS-Geräte sind in solchen Gebieten meist verboten.
Die High-Tech-Coladose wurde von der australischen Firma Momentum Worldwide entwickelt. Sie soll robust genug sein, um wochenlangen Aufenthalt in Kühlschränken zu überstehen.
Coladosen-Handy mit GPS-OrtungOne-Way-Gespräch
Ein Sprecher von Coca-Cola meinte dazu, es gebe keine Möglichkeit, dass die versteckten Handys und GPS-Chips dazu verwendet werden könnten, vertrauliche Gespräche zu belauschen oder die Position der Militärbasen preiszugeben.
Die Mobilfunkgeräte seien nur dazu verwendbar, mit Coca-Cola Kontakt aufzunehmen. Auch die GPS-Ortung sei nur für die zuständige Gewinn-Abteilung bei Coca-Cola zugänglich. Zudem seinen die gewinnbringenden Dosen auch von außen eindeutig identifizierbar.
