02.07.2004

ZAHLTAG

EM.TV fordert Schadenersatz von Gründern

Der deutsche Film- und Sportrechtehändler EM.TV fordert von den Brüdern Thomas und Florian Haffa sowie von fünf weiteren Ex-Mitgliedern der Unternehmensleitung rund 130 Mio. Euro Schadenersatz.

Die Ansprüche sollten zunächst außergerichtlich, notfalls aber auch vor Gericht geltend gemacht werden, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in München mit. Beruhen würden die Forderungen "auf Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Formel-1-Beteiligung im Jahr 2000", hieß es.

Mögliche weitere Schadenersatzansprüche würden derzeit geprüft, teilte EM.TV weiter mit.

Thomas Haffa und sein Bruder Florian hatten die EM.TV-Aktie in den Jahren des Börsenbooms auf dem Neuen Markt zu einem extremen Höhenflug gebracht, bevor durch den Absturz des Papiers im Jahr 2000 auch zahlreiche Kleinanleger ihre Ersparnisse verloren. Wegen Kursbetrugs und der falschen Darstellung ihrer Firma in einer Ad-hoc-Mitteilung an die Börse hatte das Landgericht München die Brüder im April 2003 zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt.