Die Widrigkeiten eines Bluetooth-Handys
Für die aktuellen Handymodelle versprechen die Hersteller durchgehend mehr Funktionen, Features und Möglichkeiten.
Das Sony Ericsson K700i bietet fast alles, was der User begehrt, und wohl manches mehr. Allerdings bedarf es für das optimale Handling einiges an Fingerspitzengefühl sowie Nervenstärke.
Schon rein optisch macht das Handy klar, dass es nicht nur als Mobiltelefon, sondern auch als Kamera ernst genommen werden will, daher ist auf der Rückseite das Kameraobjektiv auch deutlich hervorgehoben.
Das handliche Mobiltelefon mit großem Farbdisplay [176 x 220 Pixel mit 65.536 Farben] ist binnen Minuten einsatzbereit und auch für bisherige Siemens- und Nokia-User intuitiv bedienbar.
Die Kamera ist über einen eigenen Knopf auf der Seite ansprechbar und kann neben Bildern bis zu 640 mal 480 [erweitert 1.280 x 960] auch Videos in 176 mal 144 Pixel aufnehmen. Mit einem zusätzlichen Licht soll die Qualität der Bilder verbessert werden, Effekte [u. a. Sepia und Schwarz-Weiß] und Fun-Rahmen sprechen die kindlichen Gemüter an.
Das K700i"Blauzahns" Lücken
Die Qualität der Fotos ist annehmbar und kann mit guten, mittlerweile nicht mehr den gewohnten Standards entsprechenden Webcam-Bildern durchaus konkurrieren. Allerdings hatten die Tester einige Mühe, die Bilder aus dem 41 MB großen Speicher des Geräts auch auf den PC zu bekommen.
Zwar ließ sich die beigelegte Software anstandslos installieren und legte auch ein Icon auf den Windows-Desktop, allein verbarg sich dahinter ein nichts sagendes File namens "Nicht verbunden".
Jegliche Versuche, die installierte Software via Bluetooth zur Kontaktaufnahme mit dem K700i zu bewegen, wurden von diesem und der Software erbarmungslos abgeschmettert, obwohl mittels der bereits installierten Bluetooth-Software durchaus eine Verbindung herstellbar war. Weitere Versuche über Infrarot wurden wegen Zeitmangels abgebrochen.
Verloren im Mobilfunkäther
Schließlich gelang es den Testern, die Bilder vom Handy aus via
Bluetooth an den Rechner zu schicken. Der unbedarfte Versuch, ein
Bild via MMS zu verschicken, endete trotz freundlicher Unterstützung
der Helpline im unendlichen Äther der mobilkom.
Bluetooth-Lücken in weiteren HandysCharme trotz Widrigkeiten
Über Software-Umwege gelang es dennoch, sowohl MP3-Files auf das Handy zu übertragen, die dort nun als Klingeltöne oder Ähnliches genutzt werden können, als auch die Synchronisation von Kontaktdaten mit dem Handy.
Den Testern gelang es allerdings, das Handy zwei Mal derart zu überfordern, dass es sich nicht mehr bedienen ließ und schließlich ein Neustart über die Entfernung des Akkus notwendig war.
Trotz aller Widrigkeiten hat das Handy in gebürsteter Stahl-Optik dennoch Charme bewiesen. Zahlreiche Handyklingeltöne mit eigenem Composer, Radio, Java-Games wie Darts und ein gut funktionierender Organizer sowie viele Einstellungsoptionen lassen viel Raum für Individualisten.
Der offerierte Digital-Zoom ist übrigens nur in den Auflösungen 320 x 240 Pixel [Zweifach-Zoom] und 160 x 120 Pixel [vierfach] bzw. in den Videomodi 176 x 144 Pixel [zweifach] und 128 x 96 Pixel [vierfach] verfügbar.
