29.06.2004

KARLSRUHE

"Coding-Marathon" am Linuxtag

Im Rahmen des Karlsruher Linuxtags wurde ein "Coding-Marathon" veranstaltet, aus dem ein Salzburger Student als Sieger hervorging.

Die Teilnehmer des von Hewlett-Packard betreuten Wettbewerbs sollten innerhalb von drei Stunden ein Programm schreiben, das eine Dezimalzahl in die für Leuchtdioden-Displays übliche "7-Segment-Anzeige" umwandelt. Ziel war es, diese Aufgabe auf möglichst kleinem Raum zu lösen.

Der Salzburger Informatikstudent Peter Palfrader gewann mit dem hauchdünnen Vorsprung von einem Byte. Sein in der Skriptsprache Ruby entwickeltes Programm hatte einen Umfang von 146 Zeichen.

Nach der Entscheidung fanden sich die drei Erstplatzierten zusammen, um das Ergebnis gemeinsam zu verbessern. Indem sie ihre verschiedenen Lösungswege miteinander kombinierten, entwickelten sie ein Programm, das nur noch 104 Bytes umfasst.

Linux für Schulen

Auf dem Linuxtag wurden auch zwei Projekte gezeigt, welche die weitere Verbreitung von Open Source antreiben sollen: Skolelinux und Pingos wurden speziell für den Einsatz in Schulen entwickelt.

Pingos ist vor allem ein Unterstützer-Netz, das Schulen im deutschsprachigen Raum bei der Einrichtung und Verwaltung von freier Software helfen will. Daneben werden aber auch eigene Lösungen wie ein Tipptrainer und ein Programm für die Zeugnisausgabe entwickelt.

Skolelinux wurde kurz vor dem Linuxtag nach dreijähriger Entwicklungszeit in der Version 1.0 veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um eine auf den Einsatz in Schulen zugeschnittene Linux-Version auf der Basis von Debian GNU/Linux. Das Projekt begann in Norwegen, inzwischen wirken weltweit mehr als 200 Personen daran mit.