Prince geht gegen Satire-Website B3ta vor

sign'o'the times
15.11.2007

Die Verwendung von geschützten Bildern zu Zwecken der Parodie ist in Großbritannien umstritten. Musiker Prince nutzt das nun aus, um eine Satireaktion über ihn mundtot zu machen.

Dass US-Musiker Prince drei Websites von Fans seiner Musik dazu gezwungen hat, Bilder und andere copyright-geschützte Materialien vom Netz zu nehmen, hat die Nutzer der berüchtigten britischen Satire-Website B3ta.com vergangene Woche auf den Plan gerufen.

In einem der dort üblichen Photoshop-Wettbewerbe waren die Nutzer dazu aufgerufen worden, satirische digitale Bilder über Princes neueste Aktionen herzustellen.

DMCA weltweit

Die Ergebnisse fielen, wie zu erwarten, nicht gerade schmeichelhaft aus. Wie das britische Magazin "The Register" berichtet, haben Princes Anwälte B3ta.com nun eine rechtlich verbindliche Note auf Grundlage des berüchtigten US-Gesetzes Digital Millennium Copyright Act geschickt. B3ta-Betreiber Rob Manuel, der die Site mit seinen Freunden als níchtkommerzielles Spaßprojekt betreibt, musste das Material vom Netz nehmen und sich bei Prince und dessen Plattenfirma entschuldigen.

Interessant dabei ist, dass die DMCA-Anweisung zwar nicht unmittelbar in Großbritannien zur Anwendung kommen kann, aber dennoch alle von "The Register" befragten Anwälte und Strafverfolger dazu geraten haben, die Bilder trotzdem herunterzunehmen. Im Gegensatz zu den USA, wo es in gewissem Rahmen erlaubt sei, Bilder zu parodistischen Zwecken zu entfremden, sei dies aufgrund der strengen britischen Copyright-Gesetze nicht möglich.

Die B3ta-Nutzer lassen sich unterdessen nicht davon abhalten, sich mit mehr oder weniger subtilen Mitteln weiterhin über Prince und dessen Anwälte lustig zu machen.

(The Register | futurezone)