"Escape"-Erfinder Bob Bemer gestorben
Der amerikanische Computerpionier Bob Bemer ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
Bleibende Verdienste erwarb sich Bemer mit seinen Beiträgen zur Entwicklung des ASCII-System, in dem jeder Buchstabe des lateinischen Alphabets mit einem Zahlenwert codiert wird.
Damit wurde es möglich, den Computer nicht nur mit Zahlen rechnen zu lassen, sondern auch mit Texten zu füttern.
Der ehemalige IBM-Mitarbeiter führte unter anderem den "Escape"-Befehl [ESC] und den Backslash, den umgedrehten Schrägstrich, in die Computersprache ein.
Auch an der Entwicklung voon COBOL [Common Business Oriented Language], einer der ersten kommerziell eingesetzten kompilierbaren Programmiersprachen, war Bemer maßgeblich beteiligt.
Ein Leben für Computer
Bemer wies 1971 auch als erster auf das Jahr-2000-Problem hin - also auf mögliche Fehler auf Grund der auf zwei Stellen beschränkten Datumsangaben in Computerprogrammen.
Für die deswegen erforderliche Umstellung haben Unternehmen und Behörden weltweit mehrere hundert Milliarden Dollar ausgegeben. Beim Jahreswechsel von 1999 zu 2000 kam es dann nur zu vereinzelten Störungen in Computersystemen.
Noch vor einem Monat sei Bemer jeden Tag an seinem Computer gewesen. Bis zuletzt sei der Programmcode Bemers Welt gewesen, sagt sein Stiefsohn Glen Teeler. "Er lebte und atmete ihn."

