Netzpolitik in Rio
Start des Internet Governance Forum
Am Montag beginnt die von den Vereinten Nationen organisierte Sitzung des Internet Governance Forum [IGF] in Rio de Janeiro. Die Konferenz über die Zukunft der Netzpolitik läuft noch bis zum 15. November.
Es handelt sich dabei um die zweite Sitzung des Forums, das Ergebnis eines politischen Prozesses ist, der 2005 auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft [WSIS] in Tunis angestoßen wurde. Zum ersten IGF in Athen 2006 trafen sich 1.350 Teilnehmer, darunter 397 offizielle Regierungsvertreter aus 97 UNO-Mitgliedsstaaten.
Bürgerrechte im Netzzeitalter
Ziel des IGF ist es, einen Dialog zwischen staatlichen Vertretern und Zivilgesellschaft über den politischen Umgang mit dem Internet zu befördern. Unter anderem geht es darum, den digitalen Graben zwischen entwickelten Industrienationen und Entwicklungsländern zu verkleinern.
Aber auch klassische netzpolitische Themen wie offene Standards, der Kampf gegen Spam und die Stärkung der Meinungsfreiheit im Netz stehen auf dem Programm der Konferenz.
Beobachter des ersten IGF-Treffens in Athen lobten den offenen Dialog auf dem Forum. Einige Großunternehmen der IT-Branche wie Cisco und Google mussten sich allerdings auch kritische Fragen von Bürgerrechtlern anhören - etwa zu ihren Engagements in China.
