Infineon zeigt 16-MBit-MRAM-Prototyp
Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies hat nun einen Prototyp-Chip auf Basis von Magnetspeichertechnologie präsentiert.
"Computer sind damit künftig sofort per Knopfdruck einsatzbereit", so Wilhelm Beinvogl von Infineon. Ein langwieriges Hochfahren sei nicht mehr notwendig.
Der 16-MBit-MRAM [Magnetoresistive Random Access Memory] wurde gemeinsam mit IBM entwickelt.
Ein Zeitpunkt für den Start der Massenproduktion konnte noch nicht genannt werden
Die MRAM-Technologie wird seit den 90er Jahren von großen Chipherstellern wie IBM, Infineon, Philips und NEC entwickelt. Sie könnte die heutige DRAM-Technik komplett ablösen. Bisher ist sie jedoch für den Massenmarkt noch zu teuer.
MRAM-Chips sollen 2005 kommenKein Datenverlust, hohe Haltbarkeit
MRAMs speichern Informationen magnetisch und nicht wie herkömmliche Chips mittels elektrischer Ladungen.
Bei einem Stromausfall behalten Computer damit ihre Daten - ähnlich wie die Festplatte eines Rechners. Zudem kann der Nutzer genau dort weiterarbeiten, wo er unterbrochen hatte.
Im Vergleich zu den bisher verwendeten Flash-Speichern ist der 16-MBit-MRAM-Chip von Infineon etwa 1000 mal schneller.
In einer MRAM-Speicherzelle können laut Infineon zudem bis zu eine Million Mal öfter Informationen gespeichert werden als bei Flash-Bausteinen.
