Bratislava soll zur "Inlandszone" werden
Knapp zwei Dutzend Vorschläge zur "Vernetzung" der Wirtschaftsballungsräume im Osten Österreichs und im Westen der Slowakei enthält eine Resolution, die führende Industriekonzerne und Interessenverbände bei einem lokalen Wirtschaftsgipfel in Bratislava vorgestellt haben.
Eine der Forderungen ist der Abschluss einer "Roaming-Vereinbarung" zwischen den in Österreich und den in der Slowakei tätigen Telekom-Unternehmen, damit die Achse Wien - Bratislava "für den jeweils anderen Partner als Inland gesehen wird".
Siemens-Österreich-Chef Albert Hochleitner sieht diese Forderung im Bereich Telekommunikation symbolisch für zahlreiche weitere Grundsätze, die für das "Twin City-Konzept Wien-Bratislava" stünden. Infrastruktureinrichtungen dürften nicht mehr an den alten Grenzen halt machen, so Hochleitner.
Neben der Beschleunigung der Straßen- und Bahnprojekte, einer engeren Verlinkung der Flughäfen sowie künftig auch einmal der Donau-Häfen und der Schaffung eines "Tarifverbunds" zwischen den beiden Hauptstädten geht es um sozial-, bildungs- und arbeitsmarktpolitische Aspekte.
Große Unterschiede bei Roaming-Kosten
