"Sicherheit für mobile Inhalte gibt es nicht"
Der Verkauf von Klingeltönen erweist sich für Musikindustrie wie Mobilfunker derzeit als äußerst lukrativ. Dank Kopierschutztechnik versprechen sich die Beteiligten sichere Einkünfte ohne Piraterieprobleme, berichtet musikwoche.de.
"In diesem sicheren Schoß fühlen wir uns wohl", erklärte etwa BMG-Manager Ulrich Järkel gegenüber der "Frankfurter Rundschau".
Doch die Freude der Musikindustrie scheint angesichts der laufenden technischen Entwicklungen recht verfrüht. Neue Softwareprogramme könnten die mobile Plattform etwa um Datentausch-Funktionen erweitern.
Schon jetzt gibt es etwa die kostenlose Software "MobileMule", welche die Tauschbörse eMule mit jedem Java-fähigen Mobiltelefon verbindet. Derzeit kann man mit MobileMule erst PC-Downloads überwachen und steuern, nach Dateien suchen und eMule diese downloaden lassen. Doch weitere Funktionen sind in Arbeit.
MobileMule"Absolute Sicherheit gibt es nicht"
Auch Nokia hat eine Software namens Modish [kurz für Mobile Distribution and Sharing] entwickelt, die den mobilen Datentausch über Bluetooth und GPRS nach dem Prinzip der Tauschbörsen ermöglicht. Auf den Markt kommen soll die Software aber vorerst nicht.
Auch Stefan Jenzowsky von Siemens Mobile Innovations bestätigte gegenüber der musikwoche.de derartige Entwicklungen. Ein "geschützter Neuanfang" ist seiner Meinung nach eine Illusion: "Absolute Sicherheit gibt es nicht."
Die kostenpflichtigen Klingelton-Angebote könnten also schon bald mit kostenloser, illegaler Konkurrenz konfrontiert werden.
